Berlin, November 1923: die Inflationsrate liegt bei rund 750 Mrd. Prozent!! Ein Pfund Butter beispielsweise kostet ein Billion Reichsmark, ein US-Dollar ist 4,2 Mark wert. Und während die Frauen den Lohn ihrer Männer körbeweise aus den Betrieben nach Hause tragen, verlieren die Scheine noch auf dem Heimweg die Hälfte ihres Wertes:
Das Horrorszenario der Hyperinflation in der Weimarer Republik ist 85 Jahre her - aber die Angst vor einem Verlust des Geldwerts wirkt nach. Heute haben die Experten der nationalen Notenbanken und der Europäischen Zentralbank die Inflationsraten im “Euroland” jährlich zwischen 2 u. 3% eingegrenzt und somit der Geldentwertung ihre zerstörerische Kraft genommen. Doch die Teurung nagt gnadenlos weiter an der Kraufkraft von Löhnen, Gehältern und Renten und hat bis heute sogar mit fast 4 % den absoluten Höchstand erreicht…auf Basis der Statistik.
Wer sich den aktuellen Preismonitor des Statistischen Bundesamtes jedoch genau ansieht erschrickt: die Teuerung hat nichts von ihrer Sprengkraft verloren und die Preise, insbesondere für Produkte des täglichen Bedarfs, stiegen in den letzten 5 Jahren mehr an als es die offizielle Inflationsrate vermuten lässt: Brötchen wurden um 16,3% teuerer, die Lokalzeitung um 27,5% und über die Explosion der Energie und Benzinpreise kann man schlechterdings nicht hinwegsehen. Alles in Allem: gefühlte Inflation 11,6% !! Sie als Verbraucher vermuteten es ja schon seit der Einführung des Euro, und die Statistiker bestätigen es: alles, aber auch wirklich alles ist in den letzten Jahren deutlich teurer geworden.Aber was heißt das nun für Sie als Sparer? Wer sein Gespartes mittel- bis langfristig erhalten will, muss immer stärker auf höhere Zinssätze achten und die richtige Anlageform auswählen. Wir raten unseren Klienten in diesem Zusammenahng strikt davon ab in Geldwerte zu investieren. Egal ob Sparbücher, Schuldverschreibungen, festverzinsliche Wertpapiere oder private Rentenversicherungen: jede dieser Sparformen ist für einen langfristigen Werterhalt absolut ungeeignet und schlimmstenfalls nur bunt bedrucktes Papier, bei dem sich nicht absehen lässt, welchen Wert es in 20 oder 30 Jahren noch haben wird.
Selbst die staatlichen Garantien (Mündelsicherheit) bestimmter Geldpapiere wie Bundesschuldverschreibungen oder Bundesschatzbriefe können die niedrige Verzinsung solcher Anlagen nicht ausgleichen. Sie sagen: der deutsche Staat wird schon nicht pleite gehen - er war in den letzten 85 Jahren bereits zweimal pleite !!! Wer sagt denn, das der Staat bei der riesigen Gesamtverschuldung von rund 1,5 Billionen EUR nicht auch - wie Argentinen vor vier Jahren - die Rückzahlung seiner Schulden ganz einfach einstellt. Denn selbst wenn ab sofort jeden Monat 1 Milliarde Euro zurückgezahlt würde, dann dauert es ca 110 Jahre!! Das ist nicht zu schaffen - und ist auch garnicht gewollt !! Warum sollten wir Sparer also unser gutes Geld in die Schulden unseres Stattes investieren, anstelle in qualitativ ausgewählte, renditestarke Sachwerte ?!
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Deutsches Institut für Wirtschaftlichkeitsprüfung und Vermögensanalysen in Hamburg (DIWVA)
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on Mittwoch, Juli 2nd, 2008 at 22:47 and is filed under Allgemein.
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